Erlebnisgastronomie Haupeltshofer

Am Dienstag erreichte mich eine Mail, welche anscheinend schon etwas länger im Netz kursiert mit dem Inhalt eines Beschwerdebriefes gerichtet an das Cafe Haupeltshofer. Pikant an der Sache ist aber nicht der Beschwerdebrief an sich, sondern eher die Antwort des Cafes Haupeltshofer, welche ich an dieser Stelle leider nicht veröffentlichen darf. Jedoch ist mir ein Link zugetragen worden, unter welchem es bereits öffentlich einsehbar ist.

Den Beschwerdebrief als solches jedoch veröffentliche ich nun hier:

Sehr geehrte…,
dieses Schreiben wird Sie bei weitem nicht so viel Zeit kosten, wie mich das Beinahe-Frühstück im Café Haupeltshofer.
Es war der letzte Sonntag, als meine Freundin und ich uns für ein Frühstück in Ihrem Café entschieden haben. [Künftig werden wir wieder auf Altbewährtes setzen]. Wir ließen uns vom Ambiente und dem hoch angepriesenen »Wellfood« locken. Doch Ambiente und schöne Frühstückskarten sind nicht alles – satt werden wäre auch nicht schlecht.

Da hilft auch der »Sekt aufs Haus« nichts, der uns als Entschädigung für die lange Wartezeit serviert wurde. Nach einer Stunde kam tatsächlich schon das Frühstück meiner Freundin. Sie ahnen es vielleicht: meines nicht. Auf Nachfrage bei der Kellnerin „Scheiße! Das müsste eigentlich da sein“. Müsste. War es aber nicht. Mittlerweile waren über 1,5 Std. vergangen. Meine Freundin hatte inzwischen fertig gefrühstückt als besagte Kellnerin wieder an den Tisch kam und meine Frühstücksbestellung erneut aufnehmen wollte. Nach sage und schreibe zwei Stunden Magenknurren wollte ich kein erneutes Risiko auf weitere hungernde Minuten eingehen. »Wellfood« sieht anders aus.

Meine Getränke durfte ich natürlich bezahlen. Die Kosten für das nicht vorhandene Frühstück wurden mir gnädigerweise erlassen. Da konnte auch die wirklich liebe Kellnerin nichts mehr retten. Nach zweistündigem Aufenthalt, ging ich also nach Hause und bereitete mir ein Frühstück. Ohne Sekt aber dafür prompt auf den Tisch. Verständnis hin oder her: Das darf nicht passieren. Nicht bei einem Café, welches seit Wochen kräftig die Werbetrommel rührt und doch eher auf höherem Preisniveau verkehrt. Auch nicht, wenn an einem Sonntagmorgen erwartungsgemäß die „Bude voll ist“. Sollte ich demnächst eine Nulldiät anstreben weiß ich, welches Café mir dabei hilfreich zur Seite stehen wird.

Eigentlich ist an dem Schreiben im ersten Moment nicht wirklich etwas auszusetzen, es drückt die Verärgerung des Gastes auf sachliche und auch, meines Erachtens gerechtfertigte, manchmal auch sarkastische Weise aus. Jedoch geht das Schreiben auf keinen Fall unter die Gürtellinie und ein einigermaßen gebildeter Mitteleuropäer sollte darauf eine sachliche, adäquate und diplomatische Antwort zu geben wissen. Nicht so jedoch die Geschäftsführung des Haupeltshofer. Mhh…, ich freu mich schon auf die Diskussion.

Update:

Interessant ist auch der „neue“ Beitrag auf „Unser Würzburg Blog“ bezüglich der Haupeltshofer Kritik. Der originäre Beitrag samt der Kommentare wurde aus diesem Blog auf Wunsch einer Person entfernt. Da wüsste ich nur zu gerne die genauen Hintergründe. Aber sicherlich wird das noch an mich herangetragen 😉

21 Antworten auf „Erlebnisgastronomie Haupeltshofer“

  1. Ganz schön heftig. Ich kenne den Brief des Gastromomen auch. Wer seinen Kunden solche ungehobelten Antworten vor die Füße wirft, gehört nicht in hinter einen Tresen.
    Das Cafe sollte sich öffentlich und in aller Form für diese Entgleisung entschuldigen. Es ist nicht auszuschließen, dass der Brief an der gesamten FH kursiert. Wer wäre er das. Er ist ein Lehrbeispiel für wirkliches schlechtes Unternehmertum, Überheblichkeit und Kundenverachtung. Die Studenten können lernen
    a) wie man es keinesfalls machen darf
    b) welche Macht das Web entwickeln kann. Während das früher niemanden interessiert hat, werden solche Entgleisungen nun weitergereicht. Und zwar beim Kern-Publikum um die Ecke.
    Mal sehen, ob die die möglich künftige Missachtung des Cafes gerade nach dem teuren Umbau überstehen werden.

  2. Lese die „Begründung“ des verschwundenen Beitrags auch gerade. War da gebettelt hat, scheint leicht einsehbar. Da hat wahrscheinlich jemand Angst, dass das Kreise zieht.
    Durch das Entfernen des Beitrags wird das sicher noch schlimmer. Menschen im Netz hassen Zensur. Auch wenn sie freiwillig gemacht wird (aus nachvollziehbaren Gründen, die der Blogadmin geschreiben hat).

    Wahrscheinlich gehts jetzt erst so richtig los…

  3. Das ist ja krass.. naja ein „kleines Fehlerchen“ das man mal so wegstecken kann sieht ein bisschen anders aus.. wahrscheinlich hatte die Chefin gerade nen schlechten Tag und da kamst du dann mit deinem Brief genau richtig..

    Du denkst dir: Was fürn Saftladen. Über ne Stunde warten, und Frühstück hab ich gar keins bekommen.

    Die Besitzerin denkt sich: Heute eh schon nen schlechten Tag + gestresst. Dann liest sie noch den Brief von so nem „Nörgler“. Zudem versteht sie deinen zynischen Humor nicht. Folge: Du kommst ihr gerade recht und sie nutzt diesen Brief als Ventil für Ihren Frust.

    So könnte ich mir den Konflikt zusammenreimen.. aber alles in Allem, werde ich jetzt wohl auch nichtmehr ins Haupelshofer gehen.. hehe

  4. Nun – Krass ist hier leicht untertrieben…

    Ich war schon einige Jahre in besagtem Café Stammgast und Wartezeiten von 30 Minuten und mehr liegen hier an der Tagesordnung.
    Auch sind, wie die Chefin schreibt, die Angestellten evtl. noch neu (auch neu in diesem Beruf) und bei einem gut gefüllten „Laden“ sicher auch gut beschäftigt, was aber ihre Entgleisung nicht rechtfertigen kann.

    Prinzipiell lässt sich ein Unternehmer auf solche Spielchen gar nicht erst ein. Da aber der Brief des Gastes sachlich und aus seiner Sicht sicher auch gerechtfertigt war, kann ich mich Fabian hier nur anschliessen und muss davon ausgehen, dass Frau Chefin einen überaus schlechten Tag hatte. Anders ist ein solcher Faupax nicht zu erklären.

    Ich schliesse mich den beiden Vormeinungen an, einerseits wird mich die neue „Wellfood“-Ecke erst einmal nicht als Gast begrüßen dürfen, andererseits sehe ich eine Entschuldigung der Geschäftsleitung des Café’s Haupeltshofer als Mindestmaß gegenüber der Gesellschaft und dem Gast an.

    Mal sehen, wie sich das noch entwickelt – ich bin gespannt.

  5. tja, das wundert mich leider gar nicht, dass von dieser besagten Dame ein solcher Text „serviert“ wird, denn ich kenne ihren wehrten Gatten, für den ich selbst schon kurzzeitig gearbeitet habe. Ich will nicht ins Detail gehen, aber die Arbeitsbedingungen, Angaben zum Arbeitsplatz werden nicht gemacht, waren unterste Schublade. Ich hab schon einige Nebenjobs gemacht, aber sowas habe ich noch nicht erlebt.
    Ich würde aber jedem empfehlen, einfach nicht das Haupeltshofer und die restlichen „Etablissements“ dieser Herrschaften zu besuchen und sich nicht auf das Niveau solcher Subjekte herabzulassen.

  6. das sind alles sehr interessante und einseitige sichtweisen hier. aber habt ihr schon mal überlegt das indem ihr den laden beukotiert(?) ihr auch den angestellten schadet? die ganz sicher nichts für diese situation können und damit ihren lebensunterhalt gestalten müssen. und so schlecht ist der laden weiß gott nicht. überzeugt euch doch einfach mal von gegenteil. eh ihr hier einen auf stunk macht.

  7. Sehr interessante Sichtweise, umdieecke. Aber nicht der Kunde, der den „Laden“ dann boykottiert, ist Schuld an der eventuellen zukünftigen Arbeitslosigkeit der Angestellten, sondern derjenige, der diese Reaktion beim Kunden hervorruft. Und das war nun einmal die Geschäftsleitung.
    Wer hier „einen auf Stunk“ gemacht hat, dürfte eigentlich auch aus dem Schreiben hervorgegangen sein.

  8. Was den Kommentar von „umdieecke“ angeht sollen wir also weiter bei Aldi, Lidel, Haupelshofer, Schlecker und Co einkaufen bzw. konsumieren, weil die Angestellten nichts dafür können ausgebeutet zu werden. Ja!!! Das ist richtig! Also Leute kauft weiterhin bei Ausbeutern! Oder laßt euch selbst eusbeuten! Ist ne super Sache! Der Konzern macht Gewinne, der Kunde spart ohne Ende und der Angestellte arbeitet am Wochende für 5 Euro die Stunde und hat keine Zeit sich um seine Familie zu kümmern. Nur was viele Kunden nicht bedenken ist, dass sie selbst Angestellte oder Arbeiter sind, die ausgebeutet werden. Eine tolle Gesellschaft haben wir hier. Wir bekommen es nicht mal mit, wenn wir bei lebendigem Laib geschlachtet werden.

  9. Wie ist denn die ganze Geschichte weiter bzw. ausgegangen? Haben sich die Haupeltshofer entschuldigt? Oder sind sie wegen Geschäftsschädigung vor Gericht gezogen? Gab es außer dem Brief und der Antwort seitens der Beschwerdeführerin oder der Wirtsleute noch irgendeine Reaktion? Oder gehört das Haupelts schon einem neuen Gastwirt?

  10. Das würde mich auch mal interessieren, wie das ganze ausgegangen ist!
    Ich hatte ein ähnliches Erlebnis, aber einen schlechten Tag hat ja jeder mal, aber immer!?!? Wohl kaum… ganz einfach Lokalität meiden und abwarten!

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  12. Wer die Geschäftsgebaren der Familie kennt oder erlebt hat, der wird deren Läden, sowie jede Geschäftsbeziehung meiden. Manchmal denke ich, dass es Leute gibt, die nur für ihre Anwälte arbeiten müssen und für Leute, die vor Gericht für sie lügen.

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