Gernot Gawlik

Onlinemarketing, E-Commerce, Google

Micropayment – Bezahlprozesse auf dem Prüfstand

Just zu dieser Zeit ist die Notwendigkeit ein funktionierendes Micropayment-Bezahlsystem in Deutschland auf die Beine zu stellen, wohl mehr denn je gegeben. Die größten Probleme sind hierbei, wie schon richtig in den Kommentaren auf Robert Basics Artikel erkannt wurde, die Kosten und der Verbreitungsgrad. Beim Verbreitungsgrad weise ich mal dezent auf das „Henne-Ei“ Problem hin, denn wo keine Nutzer dort keine Verbreitung.

Nichts desto trotz gibt es eine stattliche Anzahl von (auch guten) Ansätzen derMicropayment-Bezahlprozesse. Paypal ist sicherteuer, jedoch verlangt ClickandBuy 1. noch mehr Prozente und 2. (seit neuem) auch eine monatliche Grundgebühr in Höhe von19,95 Euro. Das T-Pay Sammelsurium ist, wie im Beitrag von mrtopf.deausreichend geschildert, nicht sehr nutzerfreundlich, aber abschließende Tests meinerseits stehen diesbezüglich noch aus. Erwähnenswert sind jedoch in diesem Segment auf jeden Fall die Lösung von infin-micropayment, welche es die Bezahlung durch Anruf einer Mehrwertnummer ermöglicht, oder auch die anonymste aller Systeme die paysafecard, welche zu unterschiedlichen Nominale an Tankstellen und dergleichen erhältlich sind. Nicht zu vergessen sei das Bonus-Bezahlsystem des (nach eigenen Angaben) größten Freemailers  web.de mit WEB.Cent.

Auch rücken momentan die Systeme sofortueberweisung.de und auch giropay (hier läuft im Übrigen gerade ein interessanter Rechtstreit, in welchem es grob um Rufschädigung und Falschaussagen geht) mehr und mehr in den Mittelpunkt, und zwar nicht nur um sekundäres Zahlsystem (bisher wurden die Micropayment-Prepaid-Systeme mit diesen Diensten „aufgeladen“), sondern eben auch als direkte Konkurrenz zu den oben genannten.

Auch im Bereich Handypayment tut sich wieder etwas. Nachdem Paybox in deutschen Landen grandios gescheitert ist, da diese Bezahlvariante einfach nicht angenommen wurde, war seit 2002 erst einmal lange Funkstille. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Paybox in Österreich einwandfrei funktioniert, obwohl am System rein gar nichts geändert wurde. Jetzt will Vodafone zusammen mit O2 in den Mobile-Payment (wie es international heißt) – Markt eintreten. Das Konzept von mpass.de hört sichgut an und könnte sogar funktionieren. Grundsätzlich soll eine Bezahlung von Vodafone und O2 Kunden bereits jetzt ohne Registrierung möglich sein. Für die Kunden anderer Mobilfunkbetreiber soll es nach kurzer Registrierung auf dem mpass Portal ebenso möglich sein, mit Ihren Mobiltelefonen zu zahlen. Über Händerkosten konnte ich bislang noch nichts in Erfahrung bringen.

Alles in allem darf man gespannt sein, was sich die nächsten Jahre an vorderster Mikrozahlungsfront tut und dass es funktioneren kann, weiß man ja spätestens seitdem die Stiftung Warentest mit test.de ohne Probleme schwarze Zahlen schreibt.

1 Kommentar

  1. Hallo,

    hierzu möchte ich auf den Blog http://micro-payment.blogspot.com verweisen. Micropaymentlösungen werden bereits einfach, schnell und sicher realisiert.

    Ich freue mich auf euer Feedback.

    Viele Grüße,

    Marcus Polster

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